Künstler

Edgar

Gutbub



Objekt 8, 1968, Spanplatten Hartfaserplatten, Lack, 130 x 130 x 50 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Bodenobjekt 3, 1976, Spanplatten Hartfaserplatten, Lack, 120 x 120 x 120 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Objekt 12, 1971, Spanplatten Hartfaserplatten, Lack, 120 x 180 X 82,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Schaukelstuhl-Objekt, Nr. 1 (blau), 1997, MDF-Platten, Acryl, 78 x 65 x 46,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Die Objekte Edgar Gutbubs (* 1940 in Mannheim) siedeln sich zwischen Architektur, Skulptur, Malerei und Design an.

Gutbubs Formensprache basiert auf einem reduzierten geometrischen Fundament – dazu zählen gerade und rechte Winkel, Bestandteile des Quadrats, gleichmäßige Bögen und Dreiecke. Mit diesen sachlichen Formenelementen untersucht Edgar Gutbub Räumlichkeit, indem Raum einerseits definiert als auch gleichermaßen in Frage gestellt wird. Dadurch erschließen sich räumliche (Grenz-)erfahrungen, die irritieren und gewohnte Wahrnehmungsstrukturen hinterfragen. Farben werden zur Unterstützung von Raumeindrücken eingesetzt, doch oft belässt Gutbub die Raumobjekte mit unbehandelter oder weißer Oberfläche. Beeinflusst wurde Gutbub von den niederländischen Konstruktivisten, darunter die Gruppe "De Stijl" und Piet Mondrian, die für sein künstlerisches Schaffen wegweisend waren.

2009 wurde Edgar Gutbub in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen. 

 

Biografie

1940 in Mannheim geboren
1961–63 Studium der Bildhauerei an der Freien Akademie Mannheim
1963-69 Studium der Bildhauerei an der Hochschule der bildenden Künste Berlin
1968 Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Berlin
1972 Villa Romana-Preis, Florenz
1973 Arbeitsstipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
1975–76 Stipendium der Cite International des Arts, Paris
1978 Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Soest
1981 Stipendium an der Hand Hollow Foundation und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (Aufenthalt in East Chatham N.Y., USA)
1982 Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. Bonn
1986 Preis der 3. Triennale für Kleinplastik in Fellbach
1990–91 Gastprofessur für Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig
2009 Aufnahme in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design

Edgar Gutbub lebt und arbeitet in Wuppertal.