Künstler

Hartmut

Böhm



o.T., Konstruktionszeichnung für Quadratrelief, 1967, Bleistift und Farbstift auf Transparentpapier, 70 x 70 cm, © Atelier Hartmut Böhm/ VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Randstand 8, B, 2000/2002, Stahl und Mennige, 150 x 150 cm, © Atelier Hartmut Böhm/ VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Progression gegen Unendlich mit 22,5° vom Boden zur Wand II, 1985, Stahl, 96 x 240 x 245 cm, © Atelier Hartmut Böhm/ VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Progression gegen Unendlich mit 15°, 18°, 22,5°, 30°, 45° vertikale Parameter, 1997, Stahl, 270,7 x 186,9 x 3 cm, © Atelier Hartmut Böhm/ VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Hartmut Böhm (* 1938 in Kassel) ist ein deutscher Objektkünstler. 

Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel entstand sein erstes systematisches, weißes Relief. Nach seinem Studium schloss sich Böhm 1965 der Künstlerbewegung „Neue Tendenzen“ an. Sein Werk zeichnet sich durch seine thematische Stringenz sowie durch eine seltene Logik seiner Entwicklung über mehr als vier Jahrzehnte aus. Böhms Arbeiten verdanken sich stets einer klaren Systematik, die auf einfachen mathematischen und geometrischen Grundlagen basiert und die jederzeit vom Betrachter nachvollzogen werden kann. Dabei erzielen die Werke dynamische und bisweilen optisch verwirrende Wirkungen, die in einem charakteristischen Spannungsverhältnis zur Klarheit ihrer Struktur stehen.

2009 wurde Hartmut Böhm in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen. Er lebt und arbeitet in Berlin. Im Sommer 2014 eröffnete im MKK die Ausstellung „Millimeterarbeit. Hartmut Böhm nimmt Maß“. Zeitgleich war im Audi Kunstraum im Audi Forum Ingolstadt unter dem Titel „Hartmut Böhm – Zwischen Linie und Fläche“ eine Auswahl weiterer Millimeterpapierarbeiten zu sehen.

 

Biografie

1938 in Kassel geboren
1958–62 Studium an der Hochschule für Bildende Künste, Kassel, bei Arnold Bode
1959 erstes systematisches, weißes Relief
1965 Mitglied der Künstlerbewegung "Neue Tendenzen"
1969–70 Gastlehrer an der Hochschule für Bildende Künste, Kassel
1970 Dozent an der Werkkunstschule, Dortmund
1973 Professor an der Fachhochschule, Dortmund
1974 erste „Progression gegen Unendlich“
1975 Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen
1977 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
1987 USA-Reisestipendium der Hand Hollow Foundation, East Chatham, New York
Gast des Resident Artists Program der Djerassi Foundation, Woodside, Kalifornien
Gast des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Villa Waldberta, Feldafing, Oberbayern
1990 Camille-Graeser-Preis, Zürich
1992 Mitglied des International Artists’ Board des Artists’ Museum, Lodz
2002 Projektstipendium der Stiftung Kunstfonds
2009 Aufnahme in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt