Künstler

Imre

Kocsis



O.XXV.78, 1978, Pressspan, schwarz gestrichen, 3-teilig: je 4,8 x 16 x 250 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Imre Kocsis

O.XV.83, o.T., 1983, Pressspan, 3-teilig (45°, 30°, 15°): 45°: 1,6 x 16 x 32 cm, 30 °:1,6 x 16 x 18,4 cm, 15°: 1,6 x 16 x 8,7 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

O.V 82, o.T., 1982, Pressspan, 3-teilig: 4,8 x 16 x 256 cm, 4,8 x 16 x 249 cm, 4,8 x 16 x 244,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Imre Kocsis

B.XI.71, o.T., 1971, Acryl, Leinwand, 115 x 140 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Foto: Helmut Bauer, Ingolstadt

Imre Kocsis (* 1937 in Karcag / Ungarn, † 1991 in Kaltenberg) war ein konkret-konstruktiver Grafiker.

Aufbauend auf in erster Linie schwarzweiß gehaltenen Bildern entwickelte Kocsis in über 30 Jahren zahlreiche Raum-Boden-Wandobjekte, die sich ebenfalls durch eine völlige Reduktion auf die Nichtfarben Schwarz und Weiß auszeichnen. Indem er dadurch flächige zweidimensionale Strukturen in die Dreidimensionalität überführt, macht Kocsis den Raum selbst zur Grundlage seiner Arbeiten. Durch das Legen, Stellen oder Anlehnen der linearen Objekte an die Wände entsteht eine Raumillusion und -tiefe. Diese Interaktion mit dem jeweiligen Ausstellungsraum eröffnet immer wieder neue Sichtweisen auf die einzelnen Arbeiten und ermöglicht es dem Betrachter, im Durchschreiten des Raumes das Gesehene immer wieder neu zu verorten.

2009 übernahm die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt einen Teil seines Nachlasses.

 

Biografie

1937 in Karcag (Ungarn) geboren
1956 Emigration nach Deutschland
1958 Studium und Assistenz an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg
1965 erste Ausstellung in Galerie Leonhart, München
seit 1971 Düsseldorf
1980 Aufenthalt in New York, P.S.1 (heute MoMA PS1)
1978/82 Gastatelier des Stedelijk Museum, Amsterdam
1989 Karl Ernst Osthauspreis der Stadt Hagen
seit 1985 Gastdozent der Schule für Bildende Kunst, Abteilung Bildhauerei, Reykjavik, Island
1991 gestorben in Kaltenherberge, Eifel
2009 Aufnahme in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt